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Midtbotnavatnet

Midtbotnavatnet
Midtbotnvatn, Midtbottenvatn
Der Stausee bei geringem Wasserstand in der Nähe des Absenkziels, Blick nach Süden, rechts der Berg Blådalshorga (1302 moh.)
Der Stausee bei geringem Wasserstand in der Nähe des Absenkziels, Blick nach Süden, rechts der Berg Blådalshorga (1302 moh.)
Der Stausee bei geringem Wasserstand in der Nähe des Absenkziels, Blick nach Süden, rechts der Berg Blådalshorga (1302 moh.)
Lage Kvinnherad und Etne, Vestland
NorwegenKnownlyx archive image Norwegen
Zuflüsse Bekk øst sandahorgi, Blåelva, Insta Mosevatnet
Abfluss Blådalsvatnet → Blåelva
Midtbotnavatnet (Norwegen)
Midtbotnavatnet (Norwegen)
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Koordinaten 59° 54′ 56″ N, 6° 12′ 22″ OKoordinaten: 59° 54′ 56″ N, 6° 12′ 22″ O
Daten zum Bauwerk

Sperrentyp Steinschüttdamm
Bauzeit 1977–1983, 1989–1992
Höhe des Absperrbauwerks 53 m
Höhe der Bauwerkskrone 775 moh.
Bauwerksvolumen 480 000 m³
Kronenlänge 330 m
Betreiber Sunnhordland Kraftlag (SKL)
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 771 moh.
Wasseroberfläche 2,47 km²
Maximale Tiefe ca. 100 m
Speicherraum 102 000 000 m³
Einzugsgebiet 50,79 km²

Der Midtbotnavatnet (auch Midtbotnvatn oder Midtbottenvatn) ist ein Stausee in den Kommunen Kvinnherad und Etne der norwegischen Provinz Vestland, etwa 70 Kilometer südöstlich von Bergen. Er ist einer von mehreren natürlichen Seen des Flusssystems Blådalsvassdraget, die zu Stauseen ausgebaut wurden. Der Hauptfluss Blåelva entspringt etwa fünf Kilometer vom Midtbotnavatnet entfernt in den Bergen des südlichen Teils der Folgefonna-Halbinsel. Im Einzugsgebiet des Oberlaufes gibt es hohe Niederschlagsmengen von bis zu 5000 Millimeter pro Jahr. Ein Teil des Niederschlages fällt als Schnee auf den Folgefonna-Gletscher, dessen Schmelzwasser vom Südteil auch das Blådalsvassdraget speist. Ab Anfang der 1950er Jahre wurde entlang des Blåelva das Blåfalli-Speicherkraftwerknetz errichtet, das seit 2007 über fünf Wasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von zusammen 360 MW verfügt und eine Jahresproduktion von 1,5 TWh erzeugt. Am Westende des Midtbotnavatnet befindet sich ein 53 Meter hoher Steinschüttdamm, der in seiner ersten Ausbaustufe 1958 errichtet und bis 1992 stufenweise erhöht wurde. Die Höhe der Bauwerkskrone liegt bei 775 moh. und das Stauziel des Midtbotnavatnet bei 771 moh., wo er eine Oberfläche von 2,5 km² erreicht. Bei einem Absenkziel von 700 moh. beträgt der Regulierungsbereich des Stausees 71 Meter, die maximale Wassertiefe liegt bei etwa 100 Meter. Der Abfluss erfolgt in den Blådalsvatnet, unter anderem über das Kraftwerk Blåfalli V.

Geographie

Knownlyx encyclopedia image
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Links: Die Halbinsel Folgefonna mit dem gleichnamigen Gletscher, im Süden der Fluss Blåelva (das Blådalsvassdraget im Bereich der roten gestichelten Linie). Rechts: Luftbild des Folgefonna aus Südost, mittig von links nach rechts die Gletscherzungen Mosevassbreen (M), Vestre Blomsterskardsbreen (VB) und Østre Blomsterskardsbreen (ØB). Unterhalb des Mosevassbreen liegt der mit Schnee bedeckte Insta Mosevatnet, links davon der Blådalsvatnet; der Midtbotnavatnet ist verdeckt durch den Berg Blådalshorga.

Der Midtbotnavatnet ist einer von mehreren Stauseen des Flusssystems Blådals­vassdraget im südlichen Teil der Folgefonna-Halbinsel. Vom Festland getrennt ist die Halbinsel im Nordwesten durch den Hauptarm des Hardangerfjords, im Nordosten durch seinen Fjordarm Sørfjord und im Süden durch seinen Fjordarm Skånevikfjord. Die zentralen Hochebenen (Fjells) der Halbinsel sind vom dreiteiligen Folgefonna-Gletscher bedeckt. Der südliche Folgefonna (Sønder Folgefonni) ist mit einer Fläche von 164 km² der größte Teil und erreicht Höhen von über 1600 moh.[1] Auf den Hochlagen der dem Atlantik zugewandten Westseite der Halbinsel kommt es zu hohen Niederschlagsmengen, die im Südteil Spitzenwerte von bis zu 5000 mm pro Jahr erreichen und das Blådalsvassdraget speisen. Der als Schnee auf den Folgefonna-Gletscher abgelagerte Niederschlag wird dort gespeichert und das Schmelzwasser der drei südlichen Gletscherzungen Mosevassbreen, Vestre Blomsterskardsbreen (auch Svelgabreen oder Kjerringbotnbreen[2]) und Østre Blomsterskardsbreen trägt zu etwa 50 % zum Durchfluss im Hauptfluss Blåelva bei. Insgesamt liegt dessen Durchfluss bei rund 700 Mio. m³ pro Jahr, was bei einem Einzugsgebiet von 162 km² eine Abflussspende von über 130 l/(s·km²) ergibt.[3][4]

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Der Fluss Blåelva unterhalb der Gletscher­zunge Vestre Blomsterskardsbreen/Svelgabreen

Der Blåelva entspringt etwa fünf Kilometer östlich des Midtbotnavatnet (771–700 moh.) unterhalb der Gletscherzunge Vestre Blomsterskardsbreen, die bis auf 820 moh. hinabreicht (hierzu und zum Folgenden siehe die Karte im Kapitel „Geschichte“). Seit den 1970er Jahren wird auch das Schmelzwasser des Ausläufers Østre Blomsterskardsbreen über Tunnel dem Blåelva zugeführt und so in den Midtbotnavatnet umgeleitet. Unterhalb des Mosevassbreen liegt nördlich der benachbarte Stausee Insta Mosevatnet (873–820 moh.), aus dem alles nicht speicherbare Wasser über die Hochwasserentlastung ebenfalls in den Midtbotnavatnet geleitet wird. Westlich folgt im Lauf der Blåelva der Stausee Blådalsvatnet (711–611 moh.), durch den schließlich das gesamte Schmelzwasser der drei Gletscherzungen sowie das übrige Wasser der Einzugsgebiete fließt. Die drei genannten großen Stauseen des Oberlaufes sind umgeben von mehreren Bergen, die den Gletscherzungen vorgelagert sind. Zu den höchsten Erhebungen zählt der Blådalshorga (1302 moh.) südlich vom Midtbotnavatnet, der Brandvikhorga (1036 moh.) südlich vom Blådalsvatnet, der Blådalsholmen (1106 moh.) östlich des Midtbotnavatnet sowie der Sandahorgi (1179 moh.) östlich des Insta Mosevatnet. Der Blåelva verläuft in seinem Unterlauf vom Blådalsvatnet nach Südwest durch mehrere kleinere Seen bis zum Matrefjord, einem Seitenarm des Skånevikfjord.[5]

Geschichte

In den 1910er Jahren erkannten Geschäftsleute das Potential des Blåelva als regenerative Energiequelle zur Stromerzeugung, der dafür mit seinem hohen Durchfluss bei einem Höhenunterschied von 800 Metern auf 37 km Länge sehr gut geeignet war. Im Jahr 1914 wurde zur Entwicklung des Flusslaufes die A/S Blaafaldene gegründet, zu deren Geschäftsführung ab 1916 auch der renommierte norwegische Ingenieur Sigurd Kloumann (1879–1953) gehörte. Ziel war die Ansiedlung von elektrochemischer und elektrometallurgischer Industrie am Matrefjord und deren Versorgung durch Wasserkraftwerke. Obwohl das Unternehmen bis 1924 Grundstücke am Fjord und Wasserrechte am Blåelva erwarb sowie Detailplanungen ausarbeitete, gab es bis 1927 keinerlei Fortschritte in der Umsetzung und das Unternehmen versuchte zur Begleichung von Verbindlichkeiten die Wasserrechte wieder zu veräußern. Nach fast 20 Jahren Stillstand wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 das Energieunternehmen Sunnhordland Kraftlag (SKL) gegründet, das schließlich in den folgenden zehn Jahren alle Wasserrechte am Flusslauf erwarb.[6]

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Bau des Staudamms am Midtbotnavatnet, 1979
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Blåfalli-Speicherkraftwerknetz mit den Standorten der Kraftwerke Knownlyx encyclopedia image und Verlauf der Tunnel Knownlyx encyclopedia imageKnownlyx encyclopedia image (im Bau befindliche Anlagen in Grün, ehemalige Anlagen in Dunkelgrau[7])[8]
(II) Blåfalli II 1953/57/60/63 → 2007 74 MW
(III) Blåfalli III 1968/73/76 105 MW
(IV) Blåfalli IV 1981 13 MW
(I) Blåfalli I 1984 → 2007 10 MW
(S) Staffi 2000 4 MW
(V) Blåfalli V 2002 8 MW
(Vik) Blåfalli Vik 2007 230 MW
(F) Blåfalli Fjellhaugen 2029 185 MW

Zur Elektrifizierung der Gemeinden gab es nach dem Krieg nur eingeschränkte staatliche Unterstützung und so konnte in den 1950er Jahren vorerst nur eine kostengünstige Variante bei der Erschließung umgesetzt werden. Da der höchste Durchfluss mit der Schneeschmelze im Frühjahr und Sommer vorherrscht, der Stromverbrauch im Winter aber zunimmt, sollte im Lauf der Blåelva der Midtbotnavatnet als oberer Wasserspeicher und der Fjellhaugvatnet als unteres Ausgleichsbecken zur Versorgung eines Kraftwerkes an der Ostseite des Opstveitvatnet (28 moh.) dienen, etwa zwei Kilometer östlich von der Mündung des Blåelva. Das spätere Kraftwerk Blåfalli II wurde stufenweise mit vier Turbinen ausgestattet, von denen die erste mit 16 MW 1953 in Betrieb ging (ab 1963 lieferte das Kraftwerk 74 MW,[9] bis es 2007 durch das Kraftwerk Blåfalli Vik ersetzt und bis 2019 abgerissen wurde[10]). Ein erster kleinerer Damm entstand ab 1950 am Fjellhaugvatnet und mit dem Bau eines Tunnels vom Midtbotnavatnet zum Blådalsvatnet konnte ersterer ab 1953 bei Bedarf um 35 m abgesenkt werden. Damit wurde der Midtbotnavatnet vorerst auch ohne Damm zu einem nutzbaren Reservoir und zudem sichergestellt, dass für das Kraftwerk immer ausreichend Wasser zur Verfügung stand. In den folgenden Jahrzehnten entstanden aus natürlichen Seen im Blådalsvassdraget zehn Stauseen, die über Tunnel zum Blåfalli-Speicherkraftwerknetz verbunden wurden. Das Netzwerk verfügt seit 2007 über fünf Wasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von zusammen 360 MW und erzeugt eine Jahresproduktion von 1,5 TWh.[11][12]

Am Westende des Midtbotnavatnet wurde 1958 ein erster 50 Meter langer Staudamm errichtet, der den Wasserstand um 5 Meter erhöhte. Von 1977 bis 1983 erfolgte in der nächste Ausbaustufe eine Erhöhung um 10 Meter und 1989–1992 um weitere 20 Meter; der Regulierungsbereich betrug damit 70 Meter.[13] Mit dem Kraftwerk Blåfalli V ging 2002 ein 8-MV-Kraftwerk zwischen dem Midtbotnavatnet und dem Blådalsvatnet in Betrieb. Im gleich Jahr wurde die Hochwasserentlastung um einen Meter erhöht und der Regulierungsbereich auf 71 Meter vergrößert, bei einem Stauziel von 771 moh. Auf Grund von Undichtigkeiten der Stahlbeton-Oberflächendichtung des Staudamms wurden 2004 Reparaturarbeiten ausgeführt und die Dichtungsplatte mit einer zusätzlichen PVC-Schicht bis zu einer Höhe von 760 moh. versehen.[14] Im Jahr 2025 wurde mit dem Bau eines weiteren Kraftwerks begonnen, das ab 2029 das Blåfalli-Speicherkraftwerknetz um weitere 185 MW vergrößern soll. Das Kraftwerk Blåfalli Fjellhaugen wird dabei über Tunnel direkt vom Midtbotnavatnet gespeist und hat seinen Auslass zum Fjellhaugvatnet.[15][16]

Beschreibung

Stausee

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OSM-Karte des Midtbotnavatnet bei Vollstau, Staudamm in Rot markiert
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Satellitenaufnahme des Sentinel-2 vom 27. September 2025, unten links der Midtbotnavatnet

Der Zufluss des Stausees erfolgt über den Blåelva (Schmelzwasser des Vestre und Østre Blomsterskardsbreen), einen kleinen Fluss namens Bekk øst sandahorgi, der seinen Ursprung zwischen den Bergen Sandahorgi und Blådalsholmen hat, sowie über die Hochwasserentlastung des Insta Mosevatnet (Schmelzwasser des Mosevassbreen). Das Einzugsgebiet beläuft sich auf 50,79 km²,[8] was in etwa 30 % des gesamten Einzugsgebietes vom Blådalsvassdraget entspricht. Bei Vollstau hat der Midtbotnavatnet eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 2 km, in Nord-Süd-Richtung von etwa 1 km. Die maximale Wassertiefe erreicht im Zentrum mehr als 100 m.[5] Durch die Aufstauung ergibt sich zusätzlich ein etwa 2 km langer und 100 m breiter östlicher Ausläufer flussaufwärts entlang des Blåelva, die maximale Wassertiefe erreicht hier aber nirgends mehr als 20 m. Die Oberfläche beträgt beim Stauziel 2,47 km². Der natürliche Wasserstand lag bei 736 moh.,[17] der Regulierungsbereich liegt seit 2002 zwischen 700 moh. und 771 moh.; der Stauraum beträgt 102 Mio. m³.[14] Der Abfluss erfolgt über drei Wege in den Blådalsvatnet. Wasser kann entweder über einen direkten Verbindungstunnel abgelassen oder über den Tunnel zum Kraftwerk Blåfalli V geleitet werden. Im Bedarfsfall kann zudem nicht speicherbares Wasser über die Hochwasserentlastung abfließen.

Absperrbauwerk

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Luftseite des Staudamms, die durch Schneever­wehungen sichtbare obere Linie ist die Straße hinauf zur Krone, Hochwasserentlastung links

Der 53 m hohe Staudamm wurde am Nordwestende des Stausees errichtet, an der natürlichen Verbindung des Midtbotnavatnet mit dem tieferliegenden Blådalsvatnet. Der Steinschüttdamm hat eine Kronenlänge von 330 m[18] und einem Bauwerksvolumen von 480.000 m³. Er ist mit einer Stahlbeton-Oberflächendichtung an der Wasserseite des Stützkörpers ausgeführt (CFR-Damm), die zusätzlich mit einer PVC-Schicht von 2,5 mm Dicke[19] bis zu einer Höhe von 760 moh. versehen ist. Die Dammkrone auf 775 moh. bildet etwa einen 45°-Winkel zwischen zwei Geraden von 210 m und 120 m Länge; verglichen mit Uhrzeigern auf einem Zifferblatt würde die Lage eine Uhrzeit von etwa 12:40 ergeben. Am Nordende des Damms folgt die Hochwasserentlastung auf Höhe des Stauziels bei 771 moh., die als eine halbkreisförmige Betonmauer ausgeführt ist. Sie bildet einem Kreisbogen von 47 m Länge mit einer maximalen Höhe von 8 m. Die Hochwasserentlastung wird flankiert von Betonmauern in Höhe der Dammkrone, die den Übergang zum Damm auf der Südseite beziehungsweise zur Felswand auf der Nordseite bilden. Zudem ist die Stahlbeton-Dichtungsplatte des Damms mit einer Brüstung entlang der Krone versehen. Die Zufahrtsstraße zum Damm ist in die Luftseite des Stützkörpers eingearbeitet und führt zwischen dem Damm und der Hochwasserentlastung über die Krone hinaus wieder hinab ins Reservoir. Dadurch ist es möglich, Wartungsarbeiten am Dammfuß und an der Oberflächendichtung durchzuführen; zudem diente die Straße während des Baus als Zugang zu einem Steinbruch im Reservoir.[14]

Wasserkraftwerke

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Vereinfachte schematische Darstellung der Stauseen und Tunnel des Blåfalli-Speicherkraftwerknetzes, die unterschiedlichen Volumen (Stauraum) und Höhenlagen der Seen sind angedeutet, aber nicht maßstäblich[8]

Das Blåfalli-Speicherkraftwerknetz gliedert sich grob in drei Ebenen. Die drei großen Stauseen Insta Mosevatnet (873–820 moh.), Midtbotnavatnet (771–700 moh.) und Blådalsvatnet (711–611 moh.) sammeln die Niederschläge in den Hochlagen einschließlich des Schmelzwassers der drei südlichen Gletscherzungen. Die Seen haben zusammen einen Stauraum von über 300 Mio. m³, was ungefähr 85 % des Gesamtstauraums des Speicherkraftwerknetzes ausmacht. Der Blådalsvatnet speist dann den Høg-Zweig des Kraftwerks Blåfalli III mit 100 MW und einer Fallhöhe von 303 m zum Fjellhaugvatnet (348–345 moh.), der hauptsächlich als Ausgleichsbecken dient – zum Blåfalli-III-Kraftwerk gehört noch der Låg-Zweig mit 5 MW und einer Fallhöhe von 61 m vom Staffivatnet. Die dritte Stufe ist dann das Kraftwerk Blåfalli Vik mit 230 MW und einer Fallhöhe von 375 m zum Matrefjord auf Meereshöhe (dass die Bruttofallhöhe hier höher ist als das Gefälle vom Fjellhaugvatnet, liegt an einer zusätzlichen höherliegenden Einspeisung von Wasser in den Kraftwerkstunnel aus dem kleinen Fluss Fossabekken auf etwa 400 moh.). Ergänzt wird das Speicherkraftwerknetz durch drei kleinere Kraftwerke, wobei das Kraftwerk Blåfalli V mit 8 MW vom Midtbotnavatnet gespeist wird und eine Fallhöhe von 56 m zum Blådalsvatnet hat. Die kleinen Kraftwerke erzeugen aber zusammen nur 0,1 TWh der Jahresproduktion von 1,5 TWh.[11][8]

Siehe auch

Commons: Midtbotnavatnet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

  1. Fanny Ekblom Johansson, Jostein Bakke, Eivind Nagel Støren, Mette Kusk Gillespie, Tron Laumann: Mapping of the Subglacial Topography of Folgefonna Ice Cap in Western Norway—Consequences for Ice Retreat Patterns and Hydrological Changes. In: Front. Earth Sci. Vol. 10, Juni 2022, Artikel 886361 (englisch).
  2. Arve M. Tvede: Blomsterskardbreen, Folgefonni. En oversikt over breens variasjoner i nyere tid. NVE Rapport 1994:22, Oslo 1994, S. 5 (norwegisch).
  3. Arve Tvede: Vannfylket. Kringom, 28. Oktober 2004, abgerufen am 20. Juli 2025 (norwegisch).
  4. Sjur Tjelmeland: Blåfalli: anleggsarbeid i Matre i 45 år. Sunnhordland Kraftlag, 1992, S. 9–13 (norwegisch).
  5. a b Hella Elisa Wittmeier: Glacier fluctuations and sediment transport at Vestre Blomsterskardsbreen, Folgefonna. Master’s thesis in physical geography, University of Bergen, 2010, S. 3 f. u. 66 f. (englisch).
  6. Sjur Tjelmeland: Blåfalli: anleggsarbeid i Matre i 45 år. Sunnhordland Kraftlag, 1992, S. 32–42 (norwegisch).
  7. Sjur Tjelmeland: Blåfalli: anleggsarbeid i Matre i 45 år. Sunnhordland Kraftlag, 1992, S. 214 f. (norwegisch).
  8. a b c d NVE Atlas. Norges vassdrags- og energidirektorat (See-Datenbank unter „Vassdrag – Innsjødatabase“ und Stausee-Datenbank mit Kraftwerken und Tunneln unter „Vannkraft – Utbygd vannkraft“), abgerufen am 2. September 2025.
  9. Fredrik Vogt, Arne Solem: Norske kraftverker. Bind 2, Teknisk ukeblads forlag, 1966, S. 150–152 (norwegisch).
  10. No forsvinn det 66 år gamle landemerket. Kvinnheringen, 25. August 2018, abgerufen am 2. September 2025.
  11. a b Kraftverka våre. Sunnhordland Kraftlag AS (SKL), abgerufen am 2. September 2025.
  12. Sjur Tjelmeland: Blåfalli: anleggsarbeid i Matre i 45 år. Sunnhordland Kraftlag, 1992, S. 46 f., 69–73, 84–87 (norwegisch).
  13. Sjur Tjelmeland: Blåfalli: anleggsarbeid i Matre i 45 år. Sunnhordland Kraftlag, 1992, S. 131–134 (norwegisch).
  14. a b c Dam Midtbotnvatn: Oppgradering av dam. Detaljplan for miljø og landskap, Oppdragsnr.: 5206405, Norconsult AS, 15. Juni 2023, S. 8 (norwegisch).
  15. Jonn Karl Sætre: Konsesjon til Blåfalli Fjellhaugen-utbygginga i statsråd: – Eit kinderegg. Kvinnheringen, 4. April 2025 (norwegisch).
  16. Energidepartementet: Sunnhordland Kraftlag AS – tillatelser til bygging av Blåfalli Fjellhaugen kraftverk med tilhørende elektriske anlegg i Kvinnherad kommune. Kongelig resolusjon, Saksnr.: 16/562, 4. April 2025 (norwegisch).
  17. Tillatelse for Sunnhordland Kraftlag AS: TIL BYGGING AV BLÅFALLI KRAFTVERK – VIK I, BLÅDALSVASSDRAGET I KVINNHERAD KOMMUNE I HORDALAND. Meddelt ved kongelig resolusjon av 20. juni 2003 (norwegisch).
  18. Vassdragstilsynet: årsoversikt 1989. NVE-Vassdragstilsynet, 1990, S. 27 f. (norwegisch).
  19. D. Cazzuf, D. Gioffrè: Geomembrane barrier systems for construction and rehabilitation of embankment dams. In: Proceedings of the 17th Asian Regional Conference on Soil Mechanics and Geotechnical Engineering. 2023, S. 164–179 (englisch).