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Jens Filbrich

Jens Filbrich Knownlyx archive image
Jens Filbrich (2014)

Jens Filbrich (2014)

Nation DeutschlandKnownlyx archive image Deutschland
Geburtstag 13. März 1979 (46 Jahre)
Geburtsort SuhlDeutschland Demokratische Republik 1949Knownlyx archive image Deutsche Demokratische Republik
Größe 177 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Beruf Skilanglauftrainer
Disziplin Skilanglauf
Verein SV Eintracht Frankenhain
Trainer Cuno Schreyl
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
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 Olympische Winterspiele
Bronze 2002 Salt Lake City Staffel
Silber 2006 Turin Staffel
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 Nordische Skiweltmeisterschaften
Bronze 2001 Lahti Staffel
Silber 2003 Val di Fiemme Staffel
Silber 2005 Oberstdorf Staffel
Silber 2005 Oberstdorf Teamsprint Freistil
Bronze 2007 Sapporo 50 km klassisch
Silber 2009 Liberec Staffel
Bronze 2011 Oslo Staffel
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 Nordische Junioren-Ski-WM
Gold 1999 Saalfelden Staffel
Bronze 1999 Saalfelden 10 km klassisch
Bronze 1999 Saalfelden 30 km Freistil
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 7. März 1999
 Weltcupsiege im Team 8  (Details)
 Gesamtweltcup 11. (2004/05)
 Distanzweltcup 8. (2004/05)
 Tour de Ski 9. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 0 2 3
 Staffel 6 3 4
 Teamsprint 2 0 0
Platzierungen im Continental Cup (COC)
 Debüt im Continental Cup 27. Februar 1999
 Continental-Cup-Siege 2  (Details)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 COC-Einzelrennen 1 1 2
 OPA/FESA-Einzelrennen 1 0 0

Jens Filbrich (* 13. März 1979 in Suhl) ist ein ehemaliger deutscher Skilangläufer und heutiger Skilanglauftrainer. Seit 2023 ist er Co- und Langlauftrainer der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft der Männer.

Werdegang

Filbrich, der für den SV Eintracht Frankenhain startete, trat international erstmals bei den Junioren-Skiweltmeisterschaften 1998 in Pontresina in Erscheinung, wobei er den 38. Platz über 30 km klassisch errang. Im folgenden Jahr gewann er bei den Junioren-Skiweltmeisterschaften in Saalfelden die Bronzemedaille jeweils über 10 km klassisch sowie über 30 km Freistil und die Goldmedaille mit der Staffel. Zudem lief er in Lahti erstmals im Skilanglauf-Weltcup und kam dabei auf den 46. Platz über 15 km klassisch. In der Saison 2000/01 holte er in Soldier Hollow mit dem 21. Platz über 15 km klassisch seine ersten Weltcuppunkte und belegte bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2001 in Lahti den 23. Platz über 15 km klassisch sowie den 20. Rang über 30 km klassisch. In der folgenden Saison kam er im Weltcup mehrfach in die Punkteränge, darunter in Lillehammer mit dem zehnten Platz seine erste Top-Zehn-Platzierung und lief in Salt Lake City bei seiner ersten Teilnahme an Olympische Winterspielen auf den 33. Platz über 15 km klassisch sowie auf den 21. Rang über 50 km klassisch. Zudem gewann er dort die Bronzemedaille mit der Staffel.

In der Saison 2002/03 erreichte Filbrich mit dritten Plätzen mit der Staffel in Nové Město sowie in Falun seine ersten Podestplatzierungen im Weltcup und zum Saisonende den 29. Platz im Gesamtweltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2003 im Val di Fiemme, kam er auf den 16. Platz in der Doppelverfolgung und auf den sechsten Rang im 30-km-Massenstartrennen. Außerdem gewann er dort die Silbermedaille mit der Staffel. Nachdem Plätzen 34 und 17 in den Einzelrennen zu Beginn der Saison 2003/04, holte er in Beitostølen mit der Staffel seinen ersten Weltcupsieg. Es folgte in Davos ein zweiter Platz mit der Staffel und erreichte in Falun mit dem dritten Platz im Skiathlon seine erste Podestplatzierung im Weltcupeinzel. Ebenfalls siegte er in Otepää sowie in Umeå mit der Staffel und in Oberstdorf zusammen mit Axel Teichmann im Teamsprint. In La Clusaz wurde er Zweiter mit der Staffel und beendete die Saison auf dem 16. Platz im Gesamtweltcup sowie auf dem 13. Rang im Distanzweltcup. In der Saison 2004/05 lief er mit vier Top-Zehn-Platzierungen, darunter Platz zwei im Skiathlon im Lago di Tesero sowie über 50 km klassisch in Oslo, auf den 11. Platz im Gesamtweltcup sowie auf den achten Rang im Distanzweltcup und erreichte damit seine besten Gesamtergebnisse. Zudem siegte er in Gällivare mit der Staffel und in Pragelato zusammen mit Axel Teichmann im Teamsprint. Beim Saisonhöhepunkt, den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf, gewann er mit der Staffel und zusammen mit Axel Teichmann im Teamsprint jeweils die Silbermedaille. In den Einzelrennen dort belegte er den 14. Platz im Skiathlon und den achten Rang über 15 km Freistil. Nach Platz eins mit der Staffel in Beitostølen zu Beginn der Saison 2005/06, kam er in Kuusamo auf den dritten Platz über 15 km klassisch und in Canmore mit dem dritten Platz im 30-km-Massenstartrennen letztmals im Weltcupeinzel aufs Podest. Es folgte im Val di Fiemme der zweite Platz mit der Staffel und bei den Olympische Winterspielen 2006 in Turin die Silbermedaille mit der Staffel. Dafür wurde er am 26. April 2006 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[1] Zudem belegte er dort den 22. Platz im Skiathlon, den 17. Rang im 50-km-Massenstartrennen und zusammen mit Andreas Schlütter den vierten Platz im Teamsprint. Die Saison beendete er auf dem 19. Platz im Gesamtweltcup und auf dem zehnten Rang im Distanzweltcup.

In der Saison 2006/07 holte Filbrich in Gällivare seinen achten und damit letzten Weltcupsieg und erreichte mit drei Top-Zehn-Platzierungen, darunter Platz neun bei der Tour de Ski 2006/07 den 20. Platz im Distanzweltcup sowie erneut den 19. Rang im Gesamtweltcup. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2007 in Sapporo wurde er mit der Staffel sowie im Skiathlon jeweils Vierter und gewann im 50-km-Massenstartrennen die Bronzemedaille. In der folgenden Saison kam er mit fünf Top-Zehn-Platzierungen und den 24. Platz bei der Tour de Ski 2007/08 auf den 30. Platz im Gesamtweltcup sowie auf den 19. Rang im Distanzweltcup. Nach Platz drei mit der Staffel in Gällivare zu Beginn der Saison 2008/09, wurde er Zwölfter bei der Tour de Ski 2008/09 und lief beim Saisonhöhepunkt, den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2009 in Liberec, auf den 13. Platz über 15 km klassisch sowie auf den zehnten Rang im Skiathlon. Zudem gewann er dort die Silbermedaille mit der Staffel und beendete die Saison auf dem 22. Platz im Gesamtweltcup sowie auf dem 18. Rang im Distanzweltcup. In der Saison 2009/10 lief er in Beitostølen mit dem dritten Platz mit der Staffel letztmals im Weltcup aufs Podest sowie bei der Tour de Ski 2009/10 auf den 11. Platz und errang damit den 27. Platz im Gesamtweltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympische Winterspielen 2010 in Vancouver, belegte er den 16. Platz im 50-km-Massenstartrennen und jeweils den sechsten Rang im Skiathlon und mit der Staffel.[2]

Nach Platz 14 bei der Nordic Opening zu Beginn der Saison 2010/11, errang Filbrich bei der Tour de Ski 2010/11 den 15. Platz und holte in Forni di Sopra über 15 km klassisch seinen einzigen Sieg im Alpencup. Er kam damit auf den 26. Platz im Gesamtweltcup und belegte bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo den 30. Platz im Skiathlon sowie den vierten Rang zusammen mit Tim Tscharnke im Teamsprint. Mit der Staffel holte er dort die Bronzemedaille. In der Saison 2011/12 lief er bei der Nordic Opening auf den 22. Platz, bei der Tour de Ski 2011/12 auf den 13. Rang und beim Weltcupfinale in Falun auf den 25. Platz und erreichte damit den 25. Platz im Gesamtweltcup. Nach Platz 19 bei der Nordic Opening zu Beginn der Saison 2012/13, belegte er bei der Tour de Ski 2012/13 den 16. Platz und beim Weltcupfinale in Falun den 43. Rang. Er kam damit auf den 28. Platz im Gesamtweltcup und lief bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme den 33. Platz im Skiathlon sowie den neunten Rang mit der Staffel. In seiner letzten Saison als aktiver Sportler 2013/14 errang er bei der Nordic Opening den 34. Platz und bei der Tour de Ski 2013/14 den 25. Platz. Zudem belegte er bei den Olympische Winterspielen 2014 in Sotschi den 14. Platz über 15 km klassisch und erneut den neunten Platz mit der Staffel. Nach dem 50-km-Rennen am 8. März 2014 in Oslo beendete Jens Filbrich seine aktive Laufbahn.[3]

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere absolvierte Jens Filbrich von 2014 bis 2018 eine Ausbildung zum Skilanglauftrainer an der Deutschen Sporthochschule Köln und in Leipzig. Bereits während des Studiums arbeitete er im Skilanglauf-Nachwuchsbereich. Von 2018 bis 2022 war er Leitender Disziplintrainer der U18 im Deutschen Skiverband und Leitender Stützpunkttrainer in Oberhof.

2022 wechselte Filbrich innerhalb des Verbands vom Skilanglauf zum Biathlon, wo er zunächst eine Saison als Langlauf- und Athletiktrainer der IBU-Cup-Teams der Männer und Frauen an der Seite von Tobias Reiter bzw. Peter Sendel tätig war[4], bevor er zur Saison 2023/24 nach dem Rückzug von Bundestrainer Mark Kirchner Co-Trainer der Männer-Nationalmannschaft an der Seite von Uroš Velepec wurde.[5]

Privates

Jens Filbrich vom SV Eintracht Frankenhain stammt aus einer sportbegeisterten Familie. Sein Vater Wolfgang ist Diplom-Sportlehrer, ehemaliger Langläufer und Biathlontrainer; seine Mutter Sigrun ist eine ehemalige Langläuferin, die Bronze bei Olympia gewann. Sein Bruder Raik war als Sportsoldat in der Nordischen Kombination aktiv. Filbrich ist mit der ehemaligen Biathletin Janet Klein verheiratet, mit der er einen Sohn hat.

Erfolge

Olympische Winterspiele

  • 2002 Salt Lake City: 3. Platz Staffel, 21. Platz 50 km klassisch, 33. Platz 15 km klassisch
  • 2006 Turin: 2. Platz Staffel, 4. Platz Teamsprint klassisch, 17. Platz 50 km Freistil Massenstart, 22. Platz 30 km Skiathlon
  • 2010 Vancouver: 6. Platz Staffel, 6. Platz 30 km Skiathlon, 16. Platz 50 km klassisch Massenstart
  • 2014 Sotschi: 9. Platz Staffel, 14. Platz 15 km klassisch

Weltmeisterschaften

  • 2001 Lahti: 20. Platz 30 km klassisch, 23. Platz 15 km klassisch
  • 2003 Val di Fiemme: 2. Platz Staffel, 6. Platz 30 km klassisch Massenstart, 16. Platz Doppelverfolgung
  • 2005 Oberstdorf: 2. Platz Staffel, 2. Platz Teamsprint Freistil, 8. Platz 15 km Freistil, 14. Platz 30 km Skiathlon
  • 2007 Sapporo: 3. Platz 50 km klassisch Massenstart, 4. Platz Staffel, 4. Platz 30 km Skiathlon
  • 2009 Liberec: 2. Platz Staffel, 10. Platz 30 km Skiathlon, 13. Platz 15 km klassisch
  • 2011 Oslo: 3. Platz Staffel, 4. Platz Teamsprint klassisch, 30. Platz 30 km Skiathlon
  • 2013 Val di Fiemme: 9. Platz 50 km klassisch Massenstart, 33. Platz 30 km Skiathlon

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 23. November 2003 NorwegenKnownlyx archive image Beitostølen 4 × 10 km Staffel 1
2. 11. Januar 2004 EstlandKnownlyx archive image Otepää 4 × 10 km Staffel 2
3. 15. Februar 2004 DeutschlandKnownlyx archive image Oberstdorf 6 × 1,2 km Teamsprint Freistil 3
4. 22. Februar 2004 SchwedenKnownlyx archive image Umeå 4 × 10 km Staffel 4
5. 21. November 2004 SchwedenKnownlyx archive image Gällivare 4 × 10 km Staffel 1
6. 23. Januar 2005 ItalienKnownlyx archive image Pragelato 6 × 1,5 km Teamsprint klassisch 3
7. 20. November 2005 NorwegenKnownlyx archive image Beitostølen 4 × 10 km Staffel 2
8. 19. November 2006 SchwedenKnownlyx archive image Gällivare 4 × 10 km Staffel 5
2 
Mit Andreas Schlütter, Tobias Angerer und Axel Teichmann.
3 
Mit Axel Teichmann.
4 
Mit Franz Göring, Andreas Schlütter und Axel Teichmann.
5 
Mit Franz Göring, Axel Teichmann und Tobias Angerer.

Weltcup-Statistik

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennen a Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennen b
Gesamt Team  c
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz   2 6
2. Platz 1 1 2 3
3. Platz 1 1 1 3 4
Top 10 3 17 3 3 11 37 9 25
Punkteränge 7 8 56 15 7 45 4 12 154 11 26
Starts 14 13 71 19 9 57 42 14 239 11 26
Stand: Karriereende
a 
inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b 
Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale
c 
Mangels geeigneter Quellen vor 2001 eventuell unvollständig

Weltcup-Gesamtplatzierungen

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2000/01 10 106. - - - -
2001/02 61 60. - - - -
2002/03 173 29. - - 13 51.
2003/04 358 16. 358 13. - -
2004/05 320 11. 320 8. - -
2005/06 259 19. 259 10. - -
2006/07 253 19. 135 20. 2 84.
2007/08 245 30. 204 19. 13 84.
2008/09 323 22. 217 18. - -
2009/10 275 27. 177 23. 2 112.
2010/11 263 26. 163 23. - -
2011/12 370 25. 260 18. - -
2012/13 295 28. 211 19. - -
2013/14 112 56. 88 38. - -

Siege bei Continental-Cup-Rennen

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 5. Januar 2003 SchweizKnownlyx archive image Campra 10 km klassisch Continental Cup
2. 13. Februar 2011 ItalienKnownlyx archive image Forni di Sopra 15 km klassisch Alpencup
Commons: Jens Filbrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sportbericht der Bundesregierung vom 3. September 2010 an den Bundestag - Drucksache VI/2152 - Seite 67, .... die Aushändigung des Silbernen Lorbeerblattes an die Medaillengewinner der Olympischen Spiele und der Paralympics von Turin erfolgte am 26. April 2006 ....
  2. Rheinische Post: 30 Kilometer Skilanglauf – Tobias Angerer holt Silber nach Super-Sprint (Memento vom 23. Februar 2010 im Internet Archive)
  3. Karriereende für Angerer und Filbrich spox.com, 8. März 2014, abgerufen am 9. März 2014.
  4. Biathlon: Lehrgangs- und Kadereinteilung des DSV für 2022/2023 auf xc-ski.de, 23. Mai 2022, abgerufen am 24. Mai 2022.
  5. Biathlon-Trainer Mark Kirchner tritt ab auf xc-ski.de, 19. März 2023, abgerufen am 20. März 2023.