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Dania Fischer

Dania Patricia[1] Fischer (* 25. Mai 1986 in Marburg[1]) ist eine deutsche Anästhesiologin und Hochschullehrerin am Universitätsklinikum Heidelberg der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Leben und Wirken

Fischer studierte ab 2004 Humanmedizin an den Universitäten Münster und Zürich. Ihr Studium schloss sie im Dezember 2010 ab und wurde zur Ärztin approbiert. Ebenfalls im Dezember 2010 wurde sie von der Universität Münster mit der von Gereon Heuft betreuten Schrift Etablierung eines Mausmodells zur Untersuchung der Auswirkungen von Sound-Stress auf das Immunsystem des Gastrointestinaltraktes zur Dr. med. promoviert. Anschließend wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Walter Hitzler an dessen Lehrstuhl der Universität Mainz, wechselte aber im März 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Lehrstuhl von Kai Zacharowski an die Universität Frankfurt am Main. 2014 war sie Mitpreisträgerin des Lohfert-Preises.[2] In Frankfurt habilitierte sie sich im Dezember 2018 und erhielt die Venia legendi für experimentelle Anästhesiologie. Im Januar 2019 bestand Fischer die Facharztprüfung für Anästhesiologie und inzwischen führt sie auch die Zusatzbezeichnung für Notfallmedizin und Palliativmedizin. Seit Februar 2020 ist sie Oberärztin an der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Dort erfolgte im September eine Umhabilitation für das Fach Anästhesiologie.

Seit 2021 leitet Fischer die Arbeitsgruppe Hämotherapie und Mikrozirkulation an der Heidelberger Klinik für Anästhesiologie und ist Mitglied des Promotionsausschusses der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Seit 2022 ist sie Vorstandsmitglied und seit 2024 zudem 1. Vorsitzende der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft für Klinische Hämotherapie (IAKH).[3] Im Juni 2023 wurde sie zur außerplanmäßigen Professorin für Anästhesiologie in Heidelberg ernannt. Seit August 2024 ist sie Bereichsoberärztin Neuroanästhesiologie und Transfusionsbeauftragte der Heidelberger Kopfklinik. In der Amtsperiode 2024 bis 2026 fungierte sie zudem als Sektionssprecherin der Sektion „Klinische Hämotherapie und Hämostasemanagement“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Im September 2025 wurde sie zudem zur stellvertretenden Ärztlichen Direktorin der Heidelberger Klinik für Anästhesiologie ernannt.

Forschung

Fischers Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der klinischen Hämotherapie und der Mikrozirkulation. Dabei konzentriert sie sich insbesondere auf Pathomechanismen transfusionsassoziierter unerwünschter Wirkungen und die Effekte von Mikropartikeln in Blutprodukten auf Gerinnung und Immunsystem. Zudem forscht sie zum Patient Blood Management und den Nebenwirkungen allogener Erythrozytenkonzentrate.

Einzelnachweise

  1. a b ANNOUNCEMENTS / VERBANDSMITTEILUNGEN, abgerufen am 23. Februar 2026.
  2. Lohfert-Preis 2014, abgerufen am 23. Februar 2026.
  3. Vorstand - IAKH e.V., abgerufen am 23. Februar 2026.