Alexander Croy
Alexander Gustav Croy, auch Alexander Prinz von Croy (* 21. August 1828 in Berlin; † 5. Dezember 1887 in Buchberg am Kamp (heute Gemeinde Gars am Kamp), Bezirk Horn[1]) war Großgrundbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[2]
Leben
Alexander Croy entstammte dem alten, ursprünglich aus der Grafschaft Ponthieu in der Picardie kommenden Adelsgeschlecht de Croÿ. Er war der Sohn des preußischen Generalleutnants und Gutsbesitzers Philipp Prinz Croy (1801–1871). Er war Besitzer der Herrschaft Buchberg am Kamp.
Er starb am 5. Dezember 1887 im Alter von 59 Jahren auf seinem Schloss Buchberg laut Sterbebuch an „Exudat. pleurit.“ (also an einer exsudativen Pleuritis).[3] Er wurde in der Gruftkapelle zu Gars eingesegnet und begraben.[4]
Er war römisch-katholisch und ab 1863 verheiratet mit der Reichsgräfin Elisabeth Maria von Westphalen-Fürstenberg (1834–1910) (der Tochter von Clemens August von Westphalen zu Fürstenberg), mit der er drei Töchter und fünf Söhne hatte, wobei eine Tochter jung verstorben ist. Er war der Schwager des deutschen Politikers Karl Fürst von Lichnowsky (1819–1901).
Politische Funktionen
Alexander Croy war vom 7. Oktober 1879 bis zum 23. April 1885 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VI. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Großgrundbesitz zuständig.
Klubmitgliedschaften
Alexander Croy war ab 1879 Mitglied im Klub des rechten Zentrums und ab dem 19. Dezember 1881 im Zentrum-Klub (konservativer Großgrundbesitz).
Literatur
- Wahlresultate – Herzogthum Oesterreich unter der Enns. In: Das Vaterland, 11. Juli 1879, S. 2 links unten (online bei ANNO).
- Parlamentarisches – Club der vereinigten Fortschrittspartei. In: Salzburger Volksblatt, 21. Oktober 1879, S. 2 links oben (online bei ANNO).
- Tagesneuigkeiten – Prinz Alexander Croy †. In: Fremden-Blatt, 6. Dezember 1887, S. 10 rechts unten (online bei ANNO).
- Politische Chronik – Prinz Alexander Croy †. In: Das Vaterland, 6. Dezember 1887, S. 2 Mitte (online bei ANNO).
- Kleine Chronik – Prinz Alexander Croy †. In: Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung), 6. Dezember 1887, S. 3 links (online bei ANNO).
- Vermischtes – Prinz Alexander Croy †. In: Kremser Volksblatt, 10. Dezember 1887, S. 8 links (online bei ANNO).
- Croy Alexander, Fürst In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0009, IX. Session, S. 59 (online bei ANNO).
Weblinks
- Croy, Alexander Prinz von, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
- ↑ Matricula Online – Gars/Kamp, Sterbebuch, 1873–1904, Seite 161, Eintrag Nr. 74, 2. Zeile
- ↑ Croy, Alexander Prinz von, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 15. Februar 2026.
- ↑ Laut mehreren Zeitungsmeldungen wie zum Beispiel dieser starb er an den Folgen einer Lungenentzündung.
- ↑ Kleine Chronik – Prinz Alexander Croy †. In: Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung), 6. Dezember 1887, S. 3 links (online bei ANNO).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Croy, Alexander |
| ALTERNATIVNAMEN | Croy, Alexander Prinz von |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 21. August 1828 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 5. Dezember 1887 |
| STERBEORT | Buchberg am Kamp, Bezirk Horn |